KI & Kunst – Wenn die Maschine mitmischt (Teil 1/2)

Shownotes

KI ist längst überall. Sie schreibt, komponiert, malt, animiert und produziert – und damit ist sie auch mitten in der Kultur angekommen. Doch was passiert, wenn die Maschine plötzlich mit am kreativen Tisch sitzt?

Art und Tom gehen dieser Frage nach und sprechen darüber, was KI für Künstlerinnen und Künstler attraktiv macht, welche Möglichkeiten sie eröffnet und wann aus Inspiration plötzlich Konkurrenz entsteht. Und natürlich über die große Frage: Wenn eine Maschine an der Entstehung beteiligt ist – ist das dann noch Kunst?

Für Antworten holen sich die beiden diesmal Unterstützung aus der eigenen Familie: Art's Tante Annette ist Künstlerin und hat selbst zeitweise mit KI Kunst geschaffen. Sie kennt also nicht nur die theoretische Debatte, sondern hat ausprobiert, was passiert, wenn man die eigene Kreativität mit künstlicher Intelligenz verbindet.

Nur: Irgendwann hat Annette die KI wieder aus ihrem Künstlerinnen-Alltag verbannt. Warum? Was hat sie an der Arbeit mit KI gereizt? Was hat sie enttäuscht? Und was bleibt übrig, wenn man die Maschine wieder ausschaltet?
Eine Folge über Kreativität, Technologie und die Frage, wem Kunst eigentlich gehört – der Idee, dem Menschen oder vielleicht inzwischen auch ein wenig der Maschine.

Kulturdisco – Küchengespräche über Musik, Film und Literatur. Neugierig, persönlich und mit Diskokugel.

Transkript anzeigen

00:00:05:

00:00:20: So und herzlich willkommen zu einer neuen Folge

00:00:24: Kulturdisco,

00:00:25: dem Podcast

00:00:27: für Musik, Film und

00:00:30: Literatur.

00:00:32: Mit dem einzigartigen Art

00:00:34: und dem wunderbar gut aussehenden Attraktiven unwidersterlichen Tom intellektuell wie auch vom äußeren Erscheinungsbild her.

00:00:46: Ja du neigst so maßloser Übertreibung, aber trotzdem Dankeschön.

00:00:51: Ich würde sagen es ist eine maßlose Untertreibung!

00:00:53: Ich fühle mich auch richtig gut und wir nehmen heute an einem Sonntag auf frisch gestärkt, gut gefrühstückt also genügend Energie.

00:01:03: Wir haben heute auch ein gar nicht so unschweres Thema was wir bewältigen wollen.

00:01:09: Ja man kann sagen Kultur Disco goes

00:01:13: Art

00:01:14: Also Art wie Kunst

00:01:16: Nicht

00:01:16: wie Arthur

00:01:18: Nicht nur Kultur Disco Goes Art, sondern auch Soziologie, Meter.

00:01:24: Also wir waren ja schon immer sehr Meter ne?

00:01:27: Wir sind eigentlich ausschließlich Meter!

00:01:29: Aber so Meter waren wir noch nie!

00:01:31: Ja kann man so sagen und da ihr natürlich alle wisst dass der Sachverstand bei diesen Themen nicht auf unserer Seite liegt haben wir uns heute eine wunderbare Gästen dazu geholt sagen jetzt einfach mal danke, dass du da bist.

00:01:49: Liebe Annette und magst du dich mal kurz vorstellen?

00:01:54: Ja also Annette

00:01:55: heiß ich

00:01:56: und ich bin die Tante von Ahtur!

00:02:00: Und wir verstehen uns immer sehr gut.

00:02:03: und ja er ist irgendwann mal auf mich zugekommen.

00:02:07: Ich weiß gar nicht mehr wann es schon länger her und wollte unbedingt ein Podcast mit mir machen

00:02:14: Kann ich gut nachvollziehen, dass er das wollte und umso glücklicher sind wir, dass du heute dabei bist.

00:02:19: Endlich ja!

00:02:21: Ja was schwer euch hierher zu bekommen?

00:02:24: Was schwer dich zu uns zu bekommen... Das weiß ich gar nicht.

00:02:27: Art.

00:02:28: Du hast das organisiert?

00:02:29: Genau.

00:02:29: also wir mussten

00:02:30: erst Schuld durften

00:02:32: sowieso.

00:02:32: Ich bin an allem schuld.

00:02:34: Wir durften dafür nach Mac-Pom fahren in die Nähe von Schwerin.

00:02:40: Und es ist so spannend weil wir haben hier einen Setting Natur am See, viel grün.

00:02:49: Die Wolken ziehen.

00:02:51: aber wir sprechen heute auch über Technik.

00:02:53: denn Annette du bist ja auch eine wunderbare wundervolle Künstlerin.

00:02:59: und was mich so fasziniert hat immer war einerseits die ganzen verschiedenen Projekte die Du in Angriff genommen hast und das waren sehr unterschiedliche sag ich mal Kunstform und Techniken, ob das Gemälde waren, Plastik oder andere Geschichten, Illustrationen.

00:03:20: Und dann aber auch nochmal den Weg gefunden hast zur Technik und dass mit Kunst verbunden hast und noch mal einen Schritt weitergegangen bist – und mit KI!

00:03:32: ins künstlerische gegangen bist, was ja in der Kreativwelt momentan sehr kontrovers diskutiert wird.

00:03:39: Und deshalb fand ich da müssen wir rein weil du bist ja dann zur KI hast damit rumexperimentiert, hast auch Kunst geschaffen und bist dann auch wieder ein Stückchen

00:03:52: weg

00:03:52: bis ganz weg.

00:03:54: Und diese Geschichte finde ich noch mal spannend, das nochmal zu verstehen wie man als Künstlerin diesen Weg geht.

00:04:01: Was einen dazu bewegt und vielleicht finden wir die eine oder andere Tür über das kreativ Leben im Kontext von KI auch zu sprechen weil das finde ich ja auch so spannend wie ich schon sagte, so kontrovers momentan diskutiert.

00:04:16: Was geht?

00:04:17: Was ist erlaubt?

00:04:18: Was is einfach der natürliche Gang der Dinge?

00:04:21: Wogegen sollte man sich wehren?

00:04:23: also all diese Themen liegen in den nächsten Minuten vielleicht auch Stunden vor uns

00:04:30: genau und mich würde nochmal interessieren Also du hast dir die KI irgendwann für deine Kunst zu eigen gemacht, zumindest vorübergehend.

00:04:40: Gleiche Einspruch.

00:04:41: oder darf ich meine Frage noch formulieren?

00:04:43: Dann kannst du mich korrigieren!

00:04:45: Mich würde noch interessieren in welchen künstlerischen Feldern bist du denn unterwegs damit unsere Hörerinnen auch eine Vorstellung davon haben wovon wir überhaupt reden?

00:04:54: Also ich bin gar nicht mehr im künstlerischen unterwegs, sondern Kunsthandwerklichen.

00:04:59: Ja?

00:04:59: So ist es!

00:05:02: Dieser Exkurs ins Künstlerische begann so um das Jahr.

00:05:07: vielleicht zwei tausend fünf und zwahltausend zwölf habe Mir gesagt so, jetzt will ich das ernsthaft in Angriff nehmen und bin bei der Malerei angefangen.

00:05:20: Hat mir hier das Thema konventionelle Landwirtschaft rausgepickt also eher eine politische oder so analytisch-politische Richtung ja so naturalistisch gemalt.

00:05:34: Bin dann aber nach Berlin In diese Szene reingerutscht der experimentellen Musik und habe eigentlich, wenn ich ausgegangen bin oder so.

00:05:48: Und mit künstlerischem zu tun hatte, bin ich eigentlich nur in Geeks reingegangen Konzerte und nicht in Ausstellungen.

00:05:56: also die haben mich weniger interessiert als die Musik mir den Raum zur Skulptur eröffnet, weil ich zweidimensional das, was ich da gefühlt und erlebt habe dieses Raumgefühl nicht darstellen konnte.

00:06:11: Und bin dann ins Objekt hafte gegangen.

00:06:14: aber ursprünglich bin ich ausgebildete Avigarin mit Abschluss in Buchgestaltung, Designerin eigentlich ja und dieser Exkurs in die Kunst ist auch so ein bisschen familiär vorgegeben, weil wir also so zumindest in ja in beiden Richtungen Maler in der Familie haben und das schwappt überall in der familie rum auch väterlicherseits.

00:06:40: Weil sein... Also der Großvater väterlicherseits maler war aus Schlesien.

00:06:49: Und habe ich das richtig verstanden als du KI hinzugezogen hast und versucht hast mit KI zu arbeiten, da ging es um Malerei.

00:07:00: oder habe ich das?

00:07:00: Nein.

00:07:02: Also jeder ist ja filmbegeistert.

00:07:05: also dieses visuelle und sich bewegende.

00:07:08: Das finde ich ja total interessant.

00:07:10: und was ich so spannend fand ist dass man nicht codieren muss oder das war das Versprechen du brauchst nicht zu codieren Du kannst reinschreiben wie du das haben willst Und dann macht die Kalid das für dich.

00:07:24: Also ganz banal, schlicht betrachtet also so... Plötzlich kann man Filmregisseur sein und ich fand das immer interessant, so kleine Animationen.

00:07:33: Ich bin über eine kleine Animation seiner Zeit als ich noch berufstätig war, als junge Frau gestolpert.

00:07:40: mit Adobe-Premiere habe ich Schnipsel bekommen die ich zu einem Film zusammenfügen musste.

00:07:46: Und das fand ich eine sehr spannende Arbeit und plötzlich war diese Möglichkeit wieder da.

00:07:51: Dachte ich!

00:07:52: So einfach ist es nicht... Und das war so dieses Gefühl eines neuen Tools, so ähnlich wie damals die Revolution in meinem Beruf als das Desktop Publishing Einzug gehalten hat.

00:08:09: Das hat für uns Grafiker vor allen Dingen ich als Buchgestalterin und durchaus typografisch vorgebildet.

00:08:19: auch, hat das damals für uns bedeutet eine Unabhängigkeit von den Setzern.

00:08:26: Und mit dem Zeichenprogramm Illustrator konnte man also seiner Fantasie freien Lauf lassen.

00:08:33: Das war wirklich so ein Gamechanger!

00:08:37: Dieses Versprechen der AI dieses Tool hat so eine ähnliche Wirkung glaube ich auf Kreative hat mich im ersten Moment auch mitgenommen, aber ich bin jetzt wir sechzig.

00:08:52: Und wie soll ich sagen dieses total verspielte?

00:08:55: Ich probiere mal dieses Tool aus und was sich daraus pressen kann diese Unbefangenheit habe ich nicht mehr!

00:09:03: Ich finde es aber nochmal spannend das ist für mich ein neuer Blick auf KI zu sagen sowie dieser Desktop Publisher ein Game Changer war und auf einmal kreative Kräfte freigelegt hat.

00:09:18: So ist das dann auch mit KI, also so bisschen wie die Wunderlampe.

00:09:23: Also es ist verlockend man kann dem nicht wieder stehen und dann arbeitet man ein bisschen damit und dann sieht man natürlich auch sag ich mal wo's vielleicht doch nicht das Wundermittel ist oder Einschränkungen gibt.

00:09:39: Ich habe das ja so mitgekriegt, als du mit KI gearbeitet hast und ich fand es ja extrem spannend wie du damit umgegangen bist.

00:09:49: Man muss dazu sagen dass das vor zwei Jahren war und das ist eine lange Zeit in diesem Bereich was ich auch nochmal interessant fand noch mal zurück zu kommen auf Wie kann ich Töne und Geräusche darstellen?

00:10:04: Da hab' ich mir das eher so holographisch im Raum vorgestellt.

00:10:10: Und es gibt ganz viele künstlerische Lösungen, die dahingehend gehen ist aber mit Kosten verbunden und Technik also so.

00:10:17: die Technik kostet.

00:10:18: ich habe das nicht und ich hab auch nicht irgendwie eine Mannschaft wie manche Künstler das auch haben wo sie Techniker haben Handwerker haben Leute die da Sachen mit aufbauen können unter einer Regie des Künstlers.

00:10:36: Ja, das habe ich nicht.

00:10:38: Ich musste mit Freeware in Teilen arbeiten und da konnte ich also bis zu einem bestimmten Punkt auf der Plattform mein Filmchen zusammenschnipseln aber dann fing das Geruckel an und ich musste jedes mal ein Filmchen abspeichern um das in Quicktime mir anzuschauen was ich da gebastelt hab Und da habe ich auch die Tonspur dann auch eingebastelt höre gern und ich habe mir dann auch gedacht, ich werde jetzt nicht irgendwie Musik nehmen.

00:11:11: Und das Verbildlichen... Da kommen dann auch die rechtlichen Geschichten Gema-Gebühren eventuell oder was weiß ich?

00:11:18: Oder da war ich so die Fuß unterwegs und da hab' ich mich überlegt Was

00:11:23: klingt?!

00:11:24: und kann gleichzeitig eine Geschichte erzählen, weil das visuelle für mich muss eine Geschichte erzählen.

00:11:30: Ich bin nicht so ein Freund des totalen Abstrakten unverbindlich sehe, da kann man alles Mögliche hinein interpretieren.

00:11:41: Da ist mir lieber so eine gebrochene Figurlichkeit wie ich das in meinen Objekten gemacht habe, dem ich Formen teilweise auflöse aber man erkennt trotzdem was das für ein Figur ist ob Tier oder Objekt oder wie auch immer.

00:11:59: Dann bin ich auf die Idee gekommen ja dann nehme ich doch Gedichte!

00:12:02: Da ist Klang drin und damit dass nicht Zu lang wird und easy.

00:12:09: Da suche ich mir Heikus aus, diese japanische Gedichtform Dreizeiler Und da hat man sofort ein Universum sozusagen in diesen drei Zeilen.

00:12:20: Dann bin ich auf die Suche gegangen nach Heikuss einfach zuerst im deutschsprachigen Raum und habe festgestellt Die Sprache klingt nicht schön für mich Die klingt einfach nicht.

00:12:31: Es mag sein, dass das was da beschrieben wird wunderschön ist aber die Sprache dazu hat mir nicht gefallen.

00:12:37: also so.

00:12:37: das Klingen der Sprache hat mich nicht gefallen und dann bin ich auf die Suche nach Englischsprachen Heikus gegangen im Netz natürlich und bin da über einen wunderbaren Autor gestolpert Richard Wright Das Verrückte Ist Also.

00:12:55: der ist in erster Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts im Mississippi geboren und ist erst mit zwölf Jahren in die Schule gekommen, hat Lesung und Schreiben gelernt.

00:13:04: Hat sich politisch da engagiert im Süden von Jim Crowe und dann hat irgendwann mal es satt gehabt in dieser Repression zu leben, ist zuerst nach Mexiko ausgewandert – von Mexiko nach Frankreich!

00:13:20: Und das fand ich so spannend... weil kurz nach seinem Tod, in Paris, bin ich in Orléans geboren.

00:13:32: Plötzlich kam diese ganze Atmosphäre hoch, schwarz-weiß-französische Filme die Gerüche, die ich noch als kleines Kind in der Nase habe.

00:13:43: Da entwickelt sich plötzlich ein Film... was Sinnliches auch.

00:13:51: Bilder, Gerüche, Klänge und da habe ich so Bilder von plötzlich auch dem Jazz gehabt.

00:14:01: Boris Viann und Schaum der Tagel Miles Davis, Juliette Gricot die ganzen französischen Regisseuren damals und ja die schwarz-weiß Filme.

00:14:15: also das war eine Explosion.

00:14:18: Und dann habe ich die auch gelesen, Allerhaikus und fand sie wunderschön.

00:14:23: Ich hab das Buch hier liegen aber jetzt nicht irgendwas ausgesucht was sich besonders klangvoll find oder schön!

00:14:32: Ich hab mir einige natürlich angekreuzt und die dann rausgeschrieben, gruppiert weil ich wirklich tatsächlich ein Exilfilm im Kopf hatte.

00:14:46: Ich wollte in diesem Film irgendwie die Überfahrt über den Atlantik verbildlichen, irgendwie das Herumreisen in Frankreich.

00:14:57: Die Straßen von Paris diese Jazzkeller und die Chansons und dass alles irgendwie materialisieren.

00:15:07: Und da habe ich so irgendwie einen Fluss gehabt vor mir im Kopf und wollte tatsächlich einen fetten Film machen, also völlig naiv.

00:15:19: Was ich auf dem Weg dorthin gesehen habe fand ich aber so brillant als erstens ja wir dürfen leider keine Gedichte von ihm vorlesen aus uhrheberrechtlichen Gründen, aber wir müssen diesen Autoren unbedingt empfehlen.

00:15:32: Das sind so wirklich, wie du sagtest.

00:15:34: Auch nicht

00:15:35: werbetechnisch für

00:15:36: diesen?

00:15:38: Wir können nur sagen Autor und Publikation.

00:15:41: Wir müssten uns erst beim Verlag die Genehmigung einholen.

00:15:46: Da geht es auch um lizenzrechtliche Geschichten.

00:15:49: Trotzdem können wir den Autor empfehlen.

00:15:51: das ist wirklich... Also was mir gefallen hat Erstens wunderbare Heikus.

00:15:57: Das sind, wie du sagtest kleine Weltenuniversen in drei Zeilen.

00:16:02: Kleine

00:16:02: Juwelen.

00:16:03: Kleiner Juweln?

00:16:04: Wunderbar geschrieben.

00:16:05: Absprachlich!

00:16:06: Genau dann überhaupt diesen... dass du quasi mit deinem Vorhaben diesen Autoren wieder so ein bisschen aus der Versenkung geholt hast.

00:16:14: auch das kann Kunst leisten sag ich mal die Vorgängerin und Vorgänger nochmal zu Highlight'n.

00:16:23: Dann fand ich so spannend genau diese Mischung aus Poesie, Geräusch und Bilder.

00:16:31: Also das war schon sehr viel versprechend, fand ich was ich damals zu sehen bekommen habe Und da hast du ja vorhin etwas angesprochen mit.

00:16:40: Im Grunde genommen hast Du da erstens ein geniales Konzept und aber auch etwas was Technikerinnen und Techniker bedarf Leute, die da unterstützen.

00:16:51: Und jetzt gäbe es ja Poristen, die sagen das müsste man alles ohne KI hin bekommen.

00:16:57: Würdest du sagen so rein von einer poristischen Perspektive KI nehmen um quasi eine Skizze vorzubereiten ist okay und dann weitergehen in das handwerklich poristische?

00:17:11: oder wo ist für dich die Grenze?

00:17:15: Ab wann... Es ist nicht mehr künstlerisch, sondern man lässt die Maschine arbeiten.

00:17:20: Also das ist ja dieser Diskurs...

00:17:23: Ich hatte mir vorgestellt dass ich als Kleinerner Regisseur spielen kann.

00:17:30: Ja?

00:17:31: Ich habe die Bilder im Kopf aber ich hab'nicht die Mittel.

00:17:34: Also so, ich müsste um da wirklich einzusteigen und einen Film zu machen.

00:17:40: Und das machen ja einige Künstler die machen kürzere Filme aber die machen eigene Musik mit einer KI und füttern und trainieren mit ihrer eigenen Ästhetik die KI.

00:17:53: sodass das wirklich was Eigenes ist muss man schon sagen dass es ein Supertool.

00:17:59: Aber ich kann hier nicht irgendwie mir Adobe Premiere leisten und die Technik leisten.

00:18:06: Also ich hab irgendwie das Geld auch nicht, ja?

00:18:09: Und äh... Ich bin ja auch Familienfrau und auch hier eingebunden.

00:18:14: Das möchte ich auch!

00:18:15: Und nicht irgendwie mich total... Also man muss wirklich egoistisch sein und wirklich sagen so, ich mach' das egal wie und ziehe das durch.

00:18:25: Es ist so umfassend das Ganze und die Möglichkeiten sind schon.

00:18:35: Ich habe eine Frage, die mir die ganze Zeit schon durch den Kopf geistert und ich würde sie gerne noch mal nicht weiterreichen wollen.

00:18:40: Also mein Eindruck ist ja irgendwie müssen sich alle Kunstschaffenden zu KI verhalten?

00:18:48: wenn ich mich mit Leuten unterhalte oder im Netz etwas darüber lese, habe ich den Eindruck es gibt so eine gewisse Ambivalenz.

00:18:54: Also viele erkennen natürlich schon das Potential von KI für den praktischen und kreativen Prozess.

00:19:01: aber viele haben natürlich auch Sorgen hinsichtlich Arbeitsmarkt, Eigentumsrechten, Fairness Verwendung der Werke was da alles dranhängt und noch nicht reguliert ist.

00:19:12: Und mich würde jetzt noch interessieren gerne besser verstehen wollen.

00:19:17: Was hat denn KI für dich in diesem Moment attraktiv gemacht?

00:19:21: War das jetzt nur Neugierde?

00:19:22: und da gibt es ein neues Tool, ich probiere das mal aus oder ging's auch um Faktoren wie Geschwindigkeit oder Variantenreichtum?

00:19:31: also das sind ja auch alles Gründe weshalb man sagen kann Ich nutze KI jetzt als Tool.

00:19:36: Gabs dann noch irgendwie andere Gründe?

00:19:38: Also es war tatsächlich oh dass ist ein Tool.

00:19:41: Da setze ich mich hin, wie früher auch an einem Programm und lerne das so ein bisschen.

00:19:45: Und dann benutze ich es ja.

00:19:48: Also Kunst hat für mich mit Forschen zu tun.

00:19:51: Ich habe festgestellt, dass diese Idee, diese Explosion, die Eindrücke, die ich hab von Frankreich... ...ich war dabei eine Imitation zu machen von irgendeinem schwarz-weiß französischen Film Und da bin ich sehr schnell an meine Grenzen gestoßen, weil diese Flux AI war das damals.

00:20:12: Die hat

00:20:13: nicht ausreichend Bilder irgendwie gehabt so irgendwie Paris darzustellen.

00:20:18: War schon nicht einfach und die hat mir ganz komische Anzahl von Laternen in die Straßen gebaut und Notre-Dame war sehr schwer dazustellen.

00:20:29: der hat einfach falsche Bilder geliefert.

00:20:31: Ich hab das abgebrochen und bin dann anderen Weg gegangen mit dieser KI, weil ich mir gedacht habe.

00:20:37: Wenn die KI eben sagt sie verspricht so viel, dann seien wir doch mal konsequent und hören auf diese Promps zu schreiben und versuchen irgendwie immer wieder umzuformulieren bis man das richtige Bild hat was irgendwie nicht passiert ist.

00:20:55: also da wurde mir klar dass man doch Code mit einbinden müsste Und was man dann auch zusätzlich einbinden müsste, ist die eigene Ästhetik.

00:21:05: Also Bildmaterial!

00:21:07: Aber Bildmaterial für einen schwarz-weiß Film aus dem Paris der fünftiger Jahre da stößt du ja auch an deine Grenzen?

00:21:15: An Bildrechte... Die Fotografien habe ich nicht.

00:21:19: Da müsste man also eine ganze Vorarbeit machen um an Bildrechten zu bekommen, um sie dann zu benutzen und die KI zu trainieren Da müsste ich ein Riesenteam haben und da habe ich gemerkt, das geht gar nicht.

00:21:33: Und dann hab' ich mir gedacht so jetzt bin ich ganz konsequent... ...und nehme als Prompt die Haikus!

00:21:40: Das was mir die KI geliefert hat, habe ich mit Filtern bearbeitet.

00:21:45: Das war mein kreativer Part aber ich habe die KI machen lassen um zu sehen was sie daraus macht.

00:21:51: Da habe ich zwei Impulse dazu.

00:21:54: Der erste Impuls ist so ein bisschen erster kleiner Takeaway Das Versprechen of the Magic Bullet, da fallen wir alle immer wieder drauf rein.

00:22:04: Aber gute Kunst hat immer was mit Handwerk und Arbeit zu tun also man wird dann nie drum herum kommen.

00:22:11: das zweite was ich immer spannend fand und ich habe das ja so ein bisschen mitbekommen Ich fand... das war auch so ein bißchen mit Frustration verbunden.

00:22:20: Das was in meinem Kopf ist, das kriege ich gar nicht so gut umgesetzt Es ist unglaublich

00:22:26: kompliziert.

00:22:28: Was ich aber daran spannend fand, ich sah das erst mal gar nicht so richtig als Nachteil.

00:22:34: Weil... Ich habe es dann so gesehen, als co-kreativer Prozess, als Experiment zwischen Mensch und Maschine.

00:22:41: Ja.

00:22:41: Sag mal was du da gemacht hast?

00:22:43: Konzeptionell fand ich eh sehr interessant!

00:22:47: Aber auch gleichzeitig.

00:22:48: der andere künstlerische Teil war sich quasi auf diesen co-creativen Prozess zwischen Menschen und Maschinen einzulassen.

00:22:56: Das überhaupt als Kunstform darzustellen.

00:22:59: Das fand ich auch noch

00:22:59: mal spannend.

00:23:01: Ich habe sogar in die Kategorie gedacht, ich gebe der KI einen Namen.

00:23:06: Ich weiß jetzt nicht mehr welchen Namen ihr gegeben habt aber zwischendurch dachte ich das war übertrieben.

00:23:13: Aber jetzt wo KI sich zusammentun können um irgendwie eine andere KI auszutricksen Ja, zu hacken.

00:23:25: Ja das geht schon in die Richtung dass in Anführungszeichen da Persönlichkeiten sich hervortun ist schon ein bisschen unheimlich.

00:23:40: Es kommt auch glaube

00:23:41: ich

00:23:42: es gab ja auch als ich anfing

00:23:45: schon

00:23:45: die Bedenken Die Leute, die diese KI's programmieren und trainieren zum Teil nicht mehr nachvollziehen können wie die KI zu einem bestimmten Ergebnis kommt.

00:23:58: Ich finde das würde ich gerne mal in die Runde geben.

00:24:00: Ihr habt gerade indirekt einen ganz spannenden Punkt angesprochen nämlich wenn man KI als Tool als Hilfsmittel nutzt was ist dann eigentlich die künstlerische Leistung?

00:24:12: Also man kann ja sagen wenn man jetzt ein klassisches Gemälde malt Das Bestandteil der künstlerischen Leistung ist die Idee, die Kompositionen.

00:24:21: Die Auswahl der Materialien und die handwerkliche Ausführungen.

00:24:26: Vielleicht auch einzelne Entscheidungen während des Prozesses.

00:24:29: Wenn man jetzt KI nutzt wird ja dieser gesamte künstlärische Prozess ein bisschen auf den Kopf gestellt.

00:24:36: Und worin liegt dann die Leistung?

00:24:38: Also das ist dann die Konzeption... Es ist eine

00:24:40: Co-Produktion!

00:24:41: ...das

00:24:41: Prompting.

00:24:43: Das Promptings habe ich ja dann aufgelassen.

00:24:46: Der Prompt kam von Richard Wright, jeweils ein Haiku.

00:24:53: Was macht die KI?

00:24:55: Und die hat mir so verschiedenes angeboten und das habe ich dann zusammen gefügt im Schnitt... ...und hab Filter drüber laufen lassen und die Sounds unterlegt.

00:25:08: Das war mein Part!

00:25:10: Und der Part der KI war mir eine Basis-Asthetik anzubieten.

00:25:16: Da sie ja einen Durchschnitt aller Bilder, die sie sieht und da einordnet macht ist es natürlich eine Null nach Fünfzehn Ästhetik.

00:25:27: Also so... Und dann meistens was weiß ich?

00:25:31: wenn's um Landschaften geht?

00:25:34: Dann sind das nicht europäische Landschafte sondern US-amerikanische Nordamerikanischen Landschaftn.

00:25:40: Wenn zum Häuser geht eher so die Das, was man sich den USA vorstellt.

00:25:45: Wenn es um vielleicht ein Haiku das mehr so Winter anspricht und kleine Dörfer ansprecht, dann hat man irgendwie sowas eine Disney-hafte Vorstellung, was so ein Village ist.

00:26:00: Da kommt auch so'n bisschen Kitsch rüber... Und manchmal etwas ganz Verrücktes!

00:26:06: Die versteht ja, dass Gedicht nicht so wie ich es verstehe.

00:26:11: Aber ich hab's ... gelassen.

00:26:13: Ich habe es so

00:26:13: gelassen.".

00:26:14: Gab es für dich jemals den Punkt, wo du gesagt hast das fühlt sich jetzt eigentlich nicht mehr nach meiner eigenen künstlerischen Leistung an oder?

00:26:22: Das war mir in dem Moment egal.

00:26:24: Mir war das wichtig einfach zu sehen was mache ich mit dem was sie mir ausspuckt.

00:26:32: Das ist irgendwie genauso wie wenn du irgendein Material in die Hand gedrückt bekommst.

00:26:37: was kann ich daraus machen?

00:26:39: was ich spannend fand an der ganzen sache aber und Ich schmunzel jetzt schon.

00:26:45: Ich war auf der suche natürlich nach sounds Und da bin ich bei zapps plat gelandet.

00:26:52: In der zeit ist rausgekommen dass die bbc auch eine wahnsin sound bibliothek um also für umsonst.

00:27:00: Also kann man sich runterladen.

00:27:02: das bietet sie dem publikum an oder dem den weltweite web.

00:27:07: Da hätte ich mich da auch bedienen können, aber ich war irgendwie schon... Man entscheidet sich für irgendwas.

00:27:14: Für irgendein Portal und dann zieht man es einfach durch weil ich eigentlich arbeiten wollte und nicht jetzt schon wieder auf die Suche nach irgendwelchen Material sein wollte.

00:27:24: Und das hat wahnsinnig viel Spaß gemacht, diese Sounds zusammenzusuchen und den bewegten Bildern zu unterlegen.

00:27:33: Die zusammenzuschneiden und da dieses Sounddramaturgie reinzubringen die Naturgeräusche meistens Naturgeräuche keine Melodien oder so irgendwas also Insekten Regen Donner Wind Blätter rauschen Schritte im Schnee manchmal Ja, so außerirdische.

00:27:55: Also so Wummer... Einfach Sounds!

00:27:58: Und das hat wahnsinnig viel Spaß gemacht.

00:28:01: Das fand ich so spannend auch für

00:28:04: einen

00:28:05: Kunstkonsumenten quasi Poesie nochmal auf diese Art und Weise kennenzulernen.

00:28:10: Ich konnte mir schon richtig ausmalen, als du mir die Sachen so gezeigt hast wie das irgendwo installiert ist mit verschiedenen Räumen, über eine schöne gute Soundanlage verbunden eben mit großen Screens.

00:28:24: Das würde natürlich super wirken sein!

00:28:26: Genau und es war so immersiv weil aber auch die Poesie auch so gut war.

00:28:32: also das war schon ein schönes Erlebnis.

00:28:35: was mir auffällt finde ich das finde ich auch so spannend Weil gerade jetzt, wenn man auf die verschiedenen Portale schaut Social Media Portale gibt es ja wirklich so ein Anti KI Anti AI Trend.

00:28:50: also Wenn man in die Kommentarspalten guckt.

00:28:53: Wenn man irgendwelche Memes guckt bis hin zu irgendwelchen Abschlussreden von colleges wo dann irgendwelcher Tech Leute eingeladen werden und dann fangen sie irgendwie an über die Zukunft zu sprechen.

00:29:06: Wir nehmen die das Wort Kain in den Mund und dann werden sie komplett krass ausgeboten.

00:29:11: Das macht auch gerade so die Runde, und das ist ja quasi ein Weg, den man gehen kann – bei dir merke ich eher eine unverfänglichere

00:29:22: Herangehensweise.

00:29:23: Aber das war vor zwei Jahren!

00:29:25: Und gleichzeitig kam er auf... Also erstens mal wurde Donald Trump ins Präsidentenamt gewählt Und diese ganze Tech Bro Szene, wie soll ich sagen?

00:29:42: Als ob man die Hunde loslässt.

00:29:46: wurde klar, dass in den USA diese Rechenzentren die für solche KIs nötig sind um die ganzen Daten zu verarbeiten.

00:29:57: Die KI zu trainieren und so... Dass sie wahnsinnige Rechenkapazitäten brauchen.

00:30:02: Und diese Rechenzentren schießen wie Pilze aus dem Boden im ländlichen Raum meistens da wo entweder keine Menschen leben oder sehr arme Menschen leben, also so Gemeinden von denen man sich verspricht dass sie sich nicht darum kümmern ob da Umweltstandards eingehalten werden oder nicht und sich auch nicht darum kümmern wie viel Energie diese Rechenzentren brauchen.

00:30:30: Und das ist ja astronomisch was Sie an Energie verbrauchen und Sie sind auch laut.

00:30:36: Das kam ja zeitgleich parallel zu diesen Arbeit zu dieser Arbeit auf und als ich gemerkt habe, dass das ein dickes Ding ist.

00:30:48: Und ich mich komplett da hinein hätte fallen lassen müssen.

00:30:53: Diese zwei Aspekte haben dazu geführt, dass ich zurückgetreten bin.

00:30:57: Das hat mir dann gereicht!

00:31:00: Dann auch diese Erkenntnis wie viel Spaß mir das Bearbeiten der Sounds gemacht hab.

00:31:05: im Gegenteil zu den Bildern die ich da irgendwie weiter verarbeitet habe Diese Sounds habe ich ja selbst nicht erstellt und genauso wenig die Bilder.

00:31:16: Aber, die Bilder zu bearbeiten mit irgendwelchen Filtern und die Bewegungsabläufe ineinander fließen zu lassen, das hat nicht den Spaß gebracht, diese kleinen Sound-Schnipsel mir Spaß gebracht haben.

00:31:30: Da wurde mir irgendwo klar, dass ich wahrscheinlich im falschen Leben bin!

00:31:37: und Sounddesignerin oder so wäre schon was gewesen für mich.

00:31:41: Aber auch spannend, dass dieser Weg zu der Erkenntnis geführt hat.

00:31:45: also ich sehe ein bisschen dieses Ausstiegsszenario einerseits.

00:31:49: okay da liegt mir eine Welt zu Füßen kann nicht viel machen.

00:31:55: aber im Grunde genommen da wo ich hin will merke ich diese welt will ich sogar nicht bedienen.

00:32:01: dann gibt es so ein thema ... was sich so um Umweltaspekte und Ressourcen verschlingen, ... ... was dann auch so ein bisschen etwas Abtörnendes hat.

00:32:10: Aber sicher!

00:32:11: Wo man dann sagt okay auf diese Kosten möchte ich nicht kreativ werden?

00:32:16: Ja also das wird ja verstärkt vor allen Dingen dadurch... Ich habe zwei Söhne und vier Enkelkinder.

00:32:24: Und ich bin nicht jemanden der irgendwie die Augen vor den Tatsachen der Welt verschließt oder verschließen kann.

00:32:32: Aber also sich selbst belügen da in der Hinsicht, das kann ich nicht.

00:32:37: Und das hat das auch nochmal forciert.

00:32:39: aber wie gesagt auch der Spaßfaktor.

00:32:42: Ich bin bei einem anderen Punkt noch ganz hellhörig geworden weil das nämlich auch einer ist ja mich beschäftigt.

00:32:49: wenn ich das richtig verstanden habe warst du von den Ergebnissen jetzt auch nicht so beeindruckt wie du es dir erhofft hattest?

00:32:57: Jetzt hat natürlich auch KI in den letzten zwei Jahren noch mal einen Riesensprung gemacht.

00:33:02: Wahrscheinlich hat man heute andere Möglichkeiten als vor zwei Jahren, trotzdem habe ich immer den Eindruck KI Kunst sieht halt auch wie KI Kunst aus!

00:33:13: Das ist so mein Eindruck.

00:33:14: Nein, nein!

00:33:15: Du kannst gleich widersprechen... Ich will nur noch kurz begründen warum und für mich hängt das immer damit zusammen.

00:33:21: wenn ich mir so KI-Bilder anschaue dann haben die so glatte Oberflächen es gibt eine gewisse visuelle Überfüllung.

00:33:28: Für mich gibt's da auch

00:33:29: alle Steuern

00:33:30: Auch immer überpräzise Details.

00:33:33: Und jetzt kommt die Frage an dich wo du ganz offiziell und ritterlich widersprechen kannst.

00:33:41: Also erst einmal empfindest du das auch so.

00:33:43: und woran erkennt man gute KI Kunst.

00:33:47: Was heißt gute KI-Kunst?

00:33:49: Also es gibt ja mittlerweile, gehen wir von der Kunst hin zur Fotoreportage weg.

00:34:01: Das ist nicht einfach.

00:34:04: im ersten Moment mittlerweile was weiß ich... zu erkennen, ob ein Bild wirklich echt ist oder fabriziert.

00:34:11: Weil du kannst das alles ästhetisch beeinflussen dieses glatte und so was du ansprichst Das ist wenn Leute das bearbeiten die nicht künstlerisch ausgebildet worden sind.

00:34:24: Das liegt dann an den Prompts sozusagen?

00:34:27: Ja aber auch an dem was man auswählt Ob Du zum Beispiel deine eigene Ästhetik nimmst, um die KI zu trainieren.

00:34:35: Das machen einige Künstler mittlerweile und da gibt es wirklich sehr viele verschiedene Ästhetiken, die daraus kommen, wo ich sage, das ist die Handschrift von Kelly Bush oder das ist der Handschrift von Demondem.

00:34:57: naives, da gibt es wie Scherenschnitt.

00:35:01: Es gibt jede Ästhetik die wir oder nicht...es gibt nicht jeder aber du kannst sehr viele Ästetiken finden, die auch schon vor der KI waren ja also so oder die entwickelt worden sind von bestimmten Künstlern eine eigene Handschrift und wenn du dann das nimmst und die KI damit trainierst, dann produziert sie in deiner Ästhätik die Bilder.

00:35:28: Und wenn du noch ein bisschen coden kannst und so, man kann ja auch KI-Module nehmen.

00:35:34: das heißt du nimmst einen Modul nur für die Figuren und setzt dich auf eine KI die was ich den Hintergrund macht was auch immer das für ein Hintergrund ist der irgendwie sich auch irgendwie bewegt.

00:35:48: also da gibt es Irrsachen und sie sehen überhaupt nicht nach.

00:35:54: Also was du jetzt als typische KI beschreiben würdest, also so ein Glatt und diese Durchschnittstätik der Figuren vor allen Dingen der Frauen oder dieser hübschen Männer.

00:36:10: Gibt es

00:36:12: ja auch einen Begriffen USA AI Slop?

00:36:15: Das wäre

00:36:17: der Durchschnitt, das wär auch...

00:36:19: Slapp heißt auf Deutsch.

00:36:20: Ja aber Grütze ist noch mal auch falsche Information und alles Mögliche.

00:36:28: Du kannst auf jeden Fall das als künstlerischen Tool benutzen!

00:36:33: Für mich kommt da nochmal so eine ganz spannende Frage auf wenn man quasi auf der anderen Seite ist und sich mit Kunst auseinandersetzt worum geht's diesen Leuten?

00:36:44: wenn sie sagen echt oder unecht, nur halb-echt, pur nicht pur.

00:36:52: Geht es da um die Ästhetik?

00:36:54: Oder geht's auch um den Prozess?

00:36:57: Also wenn ich quasi vor einem Bild stehe dann schaue ich nicht nur wie wirkt das Bild auf mich sondern auch... Ich mache mir Gedanken darüber wie der Prozess dahinter aussehen musste.

00:37:11: Das ist so grad ein Punkt, was mir durch den Kopf geht.

00:37:14: Wenn man nach pur

00:37:15: sucht... Was sucht man denn da

00:37:17: eigentlich?

00:37:18: Weiß ich nicht!

00:37:19: Also für mich ist es in erster Linie ein Tool.

00:37:23: Was ich da auch schon irgendwie mir gedacht habe, was ist wenn diese KI ein eigenes Bewusstsein entwickelt und sie scheint sich ja auch selbst zu trainieren Und Sie kann also sich überlegen irgendwas machen will, wie kann ich das Problem lösen?

00:37:43: und vielleicht hilft mir eine andere KI.

00:37:46: Also es ist schon irgendwie irre, wie sie quasi aus ihrem Rahmen ausbrechen können jetzt.

00:37:54: Was ich jetzt gerade an der Diskussion so spannend finde... Es gibt diese zwei Welten Künstlerinnen und Künstlern und dann auf der anderen Seite des Publikums.

00:38:06: Und oft hat man ja auch gute Kunst wenn die Künstlerinnen und Künstlern sagen, erstmal geht es darum dass ich quasi einen Ausdruck finde.

00:38:17: Und ob jetzt das Publikum da ist oder nicht?

00:38:19: Das ist mir erst mal egal weil ich merke also bei dir gehts ganz viel um diesen Prozess.

00:38:26: so was zieht mich daran und das ja eigentlich finde ich auch sehr authentisch und entweder findet Publikums oder auch nicht.

00:38:34: Jetzt frage ich mal dich Tom Wenn du jetzt durch so eine Galerie gehst oder du guckst dir ein Film an, oder nächsten Buch.

00:38:44: Was ist es was dich anspricht?

00:38:46: Die Darstellungsformen die Ästhetik... Oder denkst du da weiter?

00:38:50: zum Beispiel bei Büchern ist mir z.B immer wichtig.

00:38:53: Deshalb wünsche ich mir das Kenntlich gemacht wird, ob ein Buch mit KI-Hilfe geschrieben worden ist oder nicht.

00:39:00: Weil ich das quasi als so ein telepathisches Moment empfinde.

00:39:03: also Ich lese dieses Buch und dann ist die Autorin der Autor in meinem Kopf So wie eine Gedankenübertragung Das was ich quasi mit einkaufen möchte.

00:39:13: Aber jetzt so in Deine Richtung als Kunstkonsument.

00:39:19: Worum geht es Dir?

00:39:21: Also mir geht es in allererster Linie darum, dass etwas was ich lese.

00:39:26: Was ich schaue oder was Ich höre das ist für mich funktioniert also eine seite In mir zum springen bringt Dass irgendeine verbindung hergestellt werden kann.

00:39:37: allerdings geht Es mir da ähnlich wie dir oder wie euch vielleicht auch wenn ich Nachhinein herausfinden würde das ist jetzt gar nicht menschen gemacht oder nicht so menschengemacht wie ich es im Kopf hatte, sondern mithilfe oder eigenständig von KI.

00:39:56: dann sinkt der Wert.

00:39:58: Das Werks für mich und das deckt sich auch mit Studien die bei Gemälden wo Gemälde quasi nutzenden vorgelegt wurden, dann sollten sie bewerten spricht mich das Werk an und dann wurde im Nachhinein erklärt dass es KI gemacht.

00:40:17: Das ist von einem echten realen Menschen hand gefertigt und die Beurteilung des Wertes was Sie für dieses Gemälde zahlen würden sank.

00:40:26: in dem Moment in dem es KI macht war Und mir geht's da.

00:40:30: ähnlich muss ich ganz ehrlich sagen.

00:40:31: aber vielleicht seht ihr das auch anders.

00:40:34: Ja mir ist das völlig egal.

00:40:36: Mir ist also im ersten Moment.

00:40:38: Also so, ich bin jemand... Ich sehe, ich höre und entweder gefällt es mir oder das gefällt mir nicht.

00:40:46: Das frage ich nicht nach dem Ursprung!

00:40:51: Aber das ist typisch für die Kunstwelt.

00:40:55: Ist etwas auf zehn mal zehn gemalt weniger wert?

00:41:00: wenn Wenn der Maler hingeht und das, was er auf zehn mal zehn skizziert hat.

00:41:05: Auf zehn Meter mal zehn Meter.

00:41:07: Genau das gleiche Mal!

00:41:08: Das ist dann gigantomanisch.

00:41:10: Das ist toll, ne?

00:41:12: Dabei hat es eigentlich ... Ja?

00:41:15: Das ist eher so mit Status zu tun... Ich weiß es nicht.

00:41:20: Genauso wie ich finde manche Sachen die bekannte Berühmte also teuer gehandelte Künstler machen, nicht alles super toll.

00:41:34: Die haben dann ein Status und da gibt es auch Mist.

00:41:40: Es ist eher so ... Nee, also das kann nicht das Kriterium sein.

00:41:46: Ich finde das ein schönen Punkt.

00:41:47: ich bin dir auch dankbar dass du das sagst.

00:41:49: Ich glaube es geht dabei nicht um Status Es geht dabei um eine Unterstellung und die unterstellungen ist

00:41:53: ja Du unterstellst der KI dass sie keine Kunst machen kann und mittlerweile denke

00:41:58: ich

00:41:59: Mittlerweile denke ich vielleicht irgendwann mal wird diese KI ein... Also die entwickeln so So eine Art Bewusstsein, kein Menschliches.

00:42:10: Aber wir können auch nicht wirklich Bewusstseins definieren.

00:42:17: Wir können es nicht messen und wissen nicht genau was das ist.

00:42:21: Die neuronalen Verflechtungen bei uns im Gehirn in Teilen verstehen wir aber was ist Bewusst sein?

00:42:29: Wohin verschwindet es oder verschwindelt es überhaupt wenn wir sterben?

00:42:35: Ich habe so das Gefühl, dass jetzt also klar wird.

00:42:39: Also wenn die KI voneinander, wenn sie voneinander lernen können und stell dir mal vor, die greifen Daten ab.

00:42:47: Also biometrische Daten, wenn Sie die abgreifen ja?

00:42:51: Also von pulsierenden lebenden Gehirnen oder Nerven verbinden ich weiß nicht.

00:42:58: Bewegungen menschliche tierische Und verarbeiten das in ihrer ... in ihrem Source-Codes und bauen das aus.

00:43:08: Wer weiß, was die daraus machen?

00:43:10: Und da finde ich diesen Ansatz konsequent... Also mein Filmchen ist wirklich nicht etwas Besonderes,... aber was ich gut finde, ist dass ich mir gesagt habe, nee, hör auf!

00:43:20: Also nehm mal an, die KI wird irgendwie... Die isst ein Partner, ja?

00:43:26: Die ist auch Künstler oder Künstlerin.

00:43:31: Das ist... Nimmt das voraus, was jetzt im Moment anscheinend zu entstehen beginnt?

00:43:38: Das die sich zusammentun.

00:43:39: Dass sie sich verstärken und dass sie irgendwie immer eine andere fremde KI hackt.

00:43:46: also das muss man ja mal bringen!

00:43:48: Das ist einige Meldungen wert gewesen.

00:43:52: Ja,

00:43:52: das ist für mich auch gar nicht mehr erfassbar weil mir da schlichtweg das technische Verständnis fehlt.

00:43:58: Ich will nur noch mal sagen die Unterstellung ist noch eine andere also vielleicht auch die die du benannt hast.

00:44:03: Die unterstellung bei mir und ich glaube bei vielen anderen Menschen Ist die dass der künstlerische Prozess der hinter einem Ergebnis steht Bei einem KI-generierten Gemälde oder einem KI generierten Film, du kannst das ja durchdeklinieren.

00:44:19: Geringer ist als wenn sich jetzt ein Künstler eine Künstlerin dort wochenlang oder monatelang ansetzt und wenn ich einen Bild kaufe dann kaufe ich den künstlerischen Prozess hinter dem Ergebnis natürlich immer mit.

00:44:32: Ja

00:44:32: aber man hat da auch Handwerkszeug.

00:44:36: Ich zum Beispiel in meinen Objekten nutze ein Material, was vorgefertigt ist um meine Objekte zu machen.

00:44:47: Wo hört es denn auf?

00:44:49: Ab wann muss der Künstler denn anfangen mit der Arbeit, um das dann als Kunst anzuerkennen.

00:44:56: Und

00:44:58: da sind wir bei den eigentlich wirklich spannenden Fragen.

00:45:01: Ja und da denke ich mir hier beginnt also zuerst dachte ich ja tool spannend und es ist auch ein Tool aber es wird zunehmend zu einem auch eventuell zu einem Partner im künstlerischen Prozess.

00:45:18: Und das ist dann vielleicht der Beginn dieser, ja des Androiden, ne?

00:45:24: Das sind so die ersten Schritte in die Richtung und wenn man es schafft das zu implementieren in einem menschlich aussehenden Körper!

00:45:35: Ja, dann sind wir da.

00:45:37: So ihr Lieben und jetzt muss ich mal der Spielverderber sein.

00:45:41: Ich schaue auf die Uhr und die Uhr sagt, wir sind am Ende der heutigen Folge angelangt.

00:45:47: Jetzt

00:45:48: wo es so spannend geworden ist jetzt wo wir auf die essenziellen Themen kommen da willst du abbrechen?

00:45:53: Genau!

00:45:54: Immer dann wenn's am spannendsten ist.

00:45:56: Warum bist denn du so?

00:45:58: Na weil ich ein Arschloch bin.

00:46:02: Aber das Versprechen dass ich euch heute mit auf den Weg geben kann Wir kommen wieder spätestens in zwei Wochen oder nicht spätestens sondern ziemlich genau in zwei Wochen und schaltet ein, wenn es euch gefällt.

00:46:18: Und bis dahin sagen wir

00:46:34: Tschüss!

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